Ich bin Frauke, Bloggerin bei Clever unterwegs, dem Online-Magazin für Kastenwagenfahrer. Seit acht Jahren bin ich zusammen mit meinem Mann in Europa mit einem autarken Sechs-Meter-Kastenwagen unterwegs, gern in der Natur und auch sehr gern auf Städtetrips. Im März 2026 waren wir zum ersten Mal in Süd-Griechenland, auf der Halbinsel Peloponnes. Und diese wunderschöne Ecke hat uns wirklich verzaubert.
Was gibt es Schöneres als das Frühjahr? Die Vögel zwitschern, alles wird grün und blüht. Ein bisschen früher und ein bisschen wärmer als in Mitteleuropa können Sie das alles im südlichen Griechenland erleben: auf der abwechslungsreichen Peloponnes. Wir haben die Halbinsel im März besucht und waren sofort verzaubert. Zu dieser Jahreszeit müssen Sie als Wohnmobilist aber ein paar Dinge beachten.
Der südlichste Punkt Griechenlands und der zweit-südlichste Punkt Festland-Europas liegen am Kap Tenaro auf der Mani-Halbinsel, dem wildesten Teil der Peloponnes. Trotz allem sollten Sie in dieser Gegend nicht mit sommerlichen Temperaturen im Monat März rechnen. Es ist zwar tagsüber meist warm und sonnig, aber nachts kann es empfindlich kalt werden.
Und auch wenn die Temperaturen an der Küste nah oder über 20 Grad kommen, im Hinterland kann es ganz anders aussehen. Der Grund dafür? Die Berge in dieser Gegend sind bis zu 2.500 Meter hoch und auch wenn die Sonne scheint, ist es im Frühling hier noch kalt. Als wir Anfang März ankamen, waren die Gipfel noch schneebedeckt.
Für Sie und Ihr Wohnmobil bedeutet das, dass Sie genügend warme Kleidung und auch ausreichend warme Decken für nachts dabei haben sollten. Wenn Sie ein Fahrzeug mit Gasheizung haben, sollten Sie sich beizeiten eine griechische Gasflasche besorgen. Die gibt es ohne Probleme in vielen Haushaltswarenläden. Wenn Sie in den Bergen wandern gehen wollen, sollten Sie auf jeden Fall warme und winddichte Kleidung dabei haben. Sie mögen Baden im Mittelmeer? Dann ist der März die falsche Jahreszeit für Sie. Denn die Wassertemperaturen liegen bei etwa 15 bis 16 Grad. Wenn das Ihre Badetemperatur ist, können Sie natürlich schwimmen gehen…
Auch wenn es nicht heiß ist, im März können Sie auf der Peloponnes mit richtig gutem Wetter und vor allem viel Sonnenschein rechnen. Manchmal ist es windig, oft ist allerdings dieser Wind angenehm warm. Sonnenbrille, Sonnencreme, Mütze und T-Shirt sind also Ihre Begleiter im März auf der Peloponnes. Immer dabei haben sollten Sie aber auf jeden Fall eine leichte Jacke, denn im Schatten oder im Wind kann es kühler sein. Uns hat dieses Wetter richtig gut gefallen, denn Aktivitäten machen auf diese Weise richtig viel Spaß. Im Sommer wäre es uns in dieser Gegend zu heiß.
Die Saison startet auf der Peloponnes nicht vor April, teilweise – je nach Gegend – später. Das bedeutet, dass die meisten Wohnmobilstellplätze noch geschlossen sind. Es gibt zwar einige ganzjährig geöffnete Plätze, aber auch die können geschlossen sein. Es kann zum Beispiel sein, dass ein Platz bei Campercontact als geöffnet verzeichnet ist, Sie am Ende aber dennoch vor verschlossener Tür stehen. Auch wenn ich diese Funktion von Campercontact wirklich schätze: die Griechen nehmen es nicht immer so genau mit ihren Öffnungszeiten. Sie werden mit dieser Funktion natürlich auch Plätze finden, die geöffnet haben, aber Sie sollten nicht fest damit rechnen.
Wir standen vor dem normalerweise das ganze Jahr über geöffneten geöffneten Camping Gythion Bay (https://www.campercontact.com/de/griechenland/region-peloponnes/gytheio-municipal-unit/20198/camping-gythion-bay), dessen Tor fest verschlossen war. Sie sollten sich also darauf einstellen, nicht auf die Infrastruktur von Campingplätzen angewiesen zu sein. Das bedeutet, dass Ihr Fahrzeug so autark wie möglich ausgestattet sein sollte.
Aus unserer Sicht ist eine Trenntoilette Pflicht, weil man sie unkompliziert fast überall entsorgen kann. Grauwasser wird man an Tankstellen und Waschanlagen los. Die gute Nachricht: Frischwasser gibt es fast an jeder Ecke, sei es ebenfalls an Tankstellen oder an öffentlich zugänglichen Brunnen, Quellen oder Wasserhähnen. Sie sind häufig sogar mit einem Gewinde ausgestattet, sodass Sie bequem Ihren Wasserschlauch anschließen kannst. Das Wasser hat in den meisten Fällen eine gute Qualität.
Wohnmobilstellplätze werden Sie auf der Peloponnes kaum finden, wenn überhaupt gibt es Tavernen, die mehr oder weniger viel Services für Wohnmobilisten anbieten. Auch bei solchen Tavernen kann es vorkommen, dass sie im Winter geschlossen sind. Sie sollten also immer einen Plan B für die Übernachtung haben und jederzeit mit dem Nötigsten ausgestattet sein.
Mit Campercontact können Sie neben den (hoffentlich) geöffneten Campingplätzen auch viele wunderschöne Übernachtungsplätze zum Freistehen und einige Stellplätze bei Tavernen finden. Vor allem die letztgenannten erlauben es Ihnen, ein leckeres Essen mit einer Übernachtung zu verbinden.
Was Sie im März auf der Peloponnes finden werden, sind traumhafte Spots am Meer, die Sie in den meisten Fällen ganz für sich allein haben werden. Es ist selbstverständlich, dass Sie die Regeln beachten, die in Griechenland für Wohnmobile gelten: Sie dürfen an den Orten parken, die für das Parken ausgewiesen sind. Parken heißt Parken, nicht Campen. Markise, Stühle und Tische sowie die Trittstufe sollten also drinnen bleiben. Es spricht nichts dagegen, dass Sie sich am Strand in der Nähe Ihres Fahrzeugs ausbreitest, aber nicht direkt davor. Die anderen Regeln sollten Sie auf jeden Fall beachten, denn es drohen saftige Bußgelder von mehreren hundert Euro. Hinterlassen Sie am besten keine Spuren und sorgen Sie im besten Fall dafür, dass Ihr Platz nach Ihrem Aufenthalt sauberer ist als vorher. Dann werden Sie auf der Peloponnes im März eine wunderbare und unvergessliche Zeit haben.
"Wir nutzen Campercontact am meisten spontan, wenn wir unterwegs auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz für die Nacht sind. Besonders wichtig sind uns dabei die Kommentare der anderen Nutzer, denn sie spiegeln wider, ob ein Platz zum Beispiel sicher ist."
Frauke - Clever Unterwegs